Was mir so auffällt, dass in Krisensituationen einem aufgeht, das man geliebt wird. Das es Leute gibt, die trotzdem Funkstille herrscht an einen denken. Die Frage ist natürlich wieso man nicht zeigen an, was einem jemand bedeutet, wenn alles in Ordnung ist? Wahrscheinlich weil dann die Gedanken einfach so voll mit anderen Dingen sind.
Nun mich hat die Katastrophe in Japan sehr geschockt. Noch mehr als jede andere Katastrophe zuvor und das nicht weil es Japan ist. Vielmehr ist es das erste Mal, dass eine Katastrophe einen Ort heimsucht, den ich persönlich kenne. Abgesehen von Japan bin ich ja immer nur vereinzelt in Europa gewesen. Na ja und Europa ist ja zum Glück ein sicherer Ort, auch was Naturkatastrophen angeht. Fukushima..... ja es ist traurig, dass die Menschen diesen Ort jetzt durch die Atomkraftwerksproblematik kennen. Zuvor war es immer so, wenn ich davon erzählt habe- wo ist das denn? Selbst Japaninteressierte kannten Fukushima-ken kaum oder gar nicht. Denise und ich haben dort ja im Skiresort gearbeitet für ein Vierteljahr- vor 2 Jahren mittlerweile. Es war ein absoluter Schock für mich als ich die Bilder vom Tsunami sah und an unsere Zeit dort denken musste. Es war für uns damals die schwerste Zeit unseres Working Holiday Jahres dort. Aber trotzdem hat es mich tief erwischt und nicht nur wegen des Gedankens- das hätte auch passieren können als wir dort waren. Fukushima hat nun eine traurige Berühmtheit.
Aber eines ist gewiss, die Menschen wachsen zusammen dadurch, das merke ich selbst hier. Etliche Freunde haben mir geschrieben, gemailt, nachgefragt ob ich in Deutschland bin oder dass sie Gott danken, dass ich grad hier bin und nicht in Japan. Vor allem auch weil sie wissen wir waren dort im Krisengebiet. Selbst mein Bruder hat mich angerufen- das tut er sonst nie ;). Ich danke euch, dass ihr an mich gedacht habt und euch nicht egal ist, was aus mir wird. *drück*
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