Sonntag, 21. September 2008

1st Earthquake in Tokyo

Today I experienced the first earthquake in my life, but it wasn't that bad. It had been around 7a.m. Japantime today, still sleeping in my bed. Suddenly I woke up due to the shaking of my bed. First I had been little bit confused, it felt like a massage chair, but then I heard the clanking noises of the glasses and dishes inside the rack. A earthquake.... well I waited a moment if it would have gone stronger, if I need to open my door and window, but luckily it didn't. Don't know for sure how it had been, for me it appeared between half a minute and a minute, but it's said that the earthquake time always feels longer than it truly is. Yes and then it was over and I fell asleep a minute later ;). It seems true that Kyoto isn't that bad with earthquakes like Tokyo, for all the 5 months in Kyoto there had been nothing. Quiet and peaceful all the time. Some days before I went to Tokyo I watched a broadcast show about earthquakes in Tokyo on TV (Terra X), especially the awaiting of the big earthquake for Tokyo, which happens approximately every 70 years. I hope when it will happen, that there are not so many injured and dead people. But like I always say, if there is any country prepared for earthquakes it is Japan. It's no use to get worried about it all the time, you can't change what should happen to you. There is also danger in Germany, different of course, but you could get hurt and killed there too by other things than earthquakes. But I must admit that I am more frightened for the people here that I love than for me. Today nothing happend, not even something like a shock, Denise and me are both happy and whole like always. Well one thing happened ^^, part of my breakfast had been destroyed ^^, my Coke Zero bottle changed it's position inside the frigde and bottle top rammed itself in my blueberry yoghurt. ;)

And now... my new decorated bed and my new nighttime lamp... yes I sometimes like pink ^^.

Mittwoch, 17. September 2008

Dirty places

Muss sagen hab grad Schnauze voll vom Oomori House, nicht so sehr vom Haus, vielmehr das drumherum.

Die Damentoilette ist total verstopft und die anderen Toiletten versiffen so richtig schön, vor allem die Herrentoilette hier, eklig, die stinkt schon richtig beim reingehen wie ein Pissoir. Die Küche sieht aus wie ein Saustall- wie Denise es so treffend sagte Männer WG, wobei deutsche Männer das wohl nicht so hinbekommen würden, denen traue ich zumindest zu, dass sie Hausordnung kennen. Ich bin nun wirklich nicht Miss Supersauber, bewahre, aber so den Normalstatus sollte man wohl haben oder?

Nun liegt wohl daran, dass hier viele Koreaner wohnen und koreanische Männer können ja Hausarbeit nicht, die sind in der Steinzeit stehen geblieben irgendwie. Hab die heute beim 'Kochen' beobachten können und kenne die Erzählungen von meiner Nachbarin aus Kyoto, deren Chef Koreaner war, der konnte nicht mal Wäsche waschen.

Mein Zimmer ist auch nicht das besterhaltenste, ja aber mit schwarzen Striemen und Flecken auf dem PVC Boden und kleinen Rissen in der Tapete unter den Postern kann ich leben, auch damit dass mein Fenster Milchglas hat und ich auf Klimaanlagen-Lüftungen und ne Häuserwand starre. Auch mit meinem Nachbarn, der ab und an Musik um 3h nachts aufdreht, aber nicht mit dreckigen Sanitäranlagen.

Hab grad mal ans Sakura House geschrieben, mal sehen was die dazu sagen.
Immerhin hab ich die fette Eisschicht aus meinem Kühlschrank abbekommen- es lebe der Fön, natürlich war Kühlschrank ausgeschaltet dabei. Jetzt liegt ne 10cm dicke Eisschicht im Eimer und ich kriege endlich alle Sachen bequem hinein.

Muss leider sagen, mein Zimmer im HdB letztes Jahr war ja 1st Class zu den Einrichtungen hier. Studenten sind eben bessere Hausmenschen als was auch immer hier wohnt. Die Lage ist wirklich 1A, fantastisch, aber für 500€/Monat erwarte ich schon saubere Klos.
Nun Freitag wollen wir mal im Working Holidays Bureau fragen ob sie uns was anderes suchen können, möglichst auch hier. Vielleicht in Kawasaki, da dürfte es billiger sein, weils nicht mehr Tokyo Prefecture ist, sondern Kanagawa.

Na mal schauen, mein Zimmer ist eigentlich mittlerweile ganz gemütlich geworden, aber was nützt einem das, wenn man nicht auf die Toilette gehen mag/kann.

Dienstag, 16. September 2008

Abenteuer Shinjuku- die erste Woche

Da bin ich wieder, nach zwei dermaßen geilen Dir en grey Konzerten letzte Woche, die der absolute Hammer waren. Wir sind todmüde hin und danach waren wir zwar klatschnass geschwitzt, aber fühlten uns wie neugeboren. Cola schwingend und singend liefen wir zurück nach Shibuya, kehrten noch bei Tower Records ein. Es leben die langen Ladenöffnungszeiten bis 23h, und kauften uns Lautsprecher.

Am zw
eiten Tag standen wir 3h an um ein T-Shirt zu kaufen, so lang war die Schlange vorm Merchandisestand. Nun sind diese Shirts nahezu 'heilig'.

Ab Freitag waren wir ziemlich k.o., ich versuchte immer noch den Auslieferer zu erreichen, der meine CD Japan Bestellung ausliefern sollte- ohne
Ergebnis. Heute gabs email von CD Japan mit neuer Telefonnummer, mal sehen ob ich endlich was erreiche.
Nun Samstag wollten wir ein Handy kaufen, was ein schweres Unterfangen wurde. Nebenan ist ein au- Shop (sowas wie O2 & co.), nun keiner konnte Englisch- also musste ich Japanisch reden, klappte auch. Sie hatten Prepaidhandys, aber es gab Probleme wegen Visa, weil sie nicht draus sehen konnten ob wir länger als 90 Tage hier bleiben. Nun sie riefen jemanden an, der Englisch konnte- war sehr schwer zu verstehen und die Dame sagte wir sollen zur City Hall gehen und was holen
. Ok also zurück.
Da Montag hier Feiertag war musste das erstmal ruhen. Stattdessen gingen wir zum Friseur gestern- abermals nur Japanisch. Aber war tolles Erlebnis. Es gab grünen Tee, Nagelbehandlung und
Massage inklusive und Schneiden- Färben für 6000Yen. Sehe wieder einigermaßen aus. Sehr niedlicher Friseur *grins*. Da werden wir öfters hingehen.

Nun heute also der große Behördentag.
Zuerst fuhren wir zur City Hall, brauchten ne Weile um herauszufinden, dass wir falsch sind und wurden zum Shinjuku Ward Office geleitet. Wir marschierten los, es war schrecklich schwül und auf halber Strecker machten wir Pause bei McDonalds, kamen beim Sakura House vorbei- wo wir dann erstmal reingingen um zu benachrichtigen, dass Teile fehlen und die Schäden zu melden an Boden und Wand, Denise's Bett etc. Erster Punkt erledigt, wir weiter marschiert, immer weiter und fanden es nicht. Spontan fragte ich einen netten Herrn, der erstmal seine Karte zückte und uns anwies. Kurz darauf befanden wir uns im Love Hotel Quarter- sehr interessant. Da war ich vorher noch nie. Nun dort fragten wir 3 flotte Polizisten, die uns strahlend halfen und weiterschickten. Abermals machten wir Pause, weil wir ziemlich k.o. vom Wetter waren und ne gute Stunde bereits rumirrten. Gemütlich saßen wir an einem Brunnen und gegenüber ein Zooladen, wo wir erstmal verschwanden. Entzückende Hunde und Katzen... *seufz*

Frisch gingen wir weiter und waren auf der Yasukunidori, suchend.... erneut fragten wir uns durch und kamen.... am Ende genau zu dem Brunnen gegenüber dem Zooladen, wo wir Pause gemacht haben. Denn der Brunnen gehörte zum Shinjuku Ward Office.... jaja... mal wieder typisch. Wir rein und kamen zurecht, füllten alles aus und dann sagte die Dame, nein hier geht das nicht, wir müssen zum Ota-ku Ward in Kamata. Also alles umsonst.

Anschließ
end guckte ich noch im OIOI rein bei Moi-même- Moitie und H. Naoto, wo wir schon mal vorbei kamen, und fuhren dann nach Nakano zum Working Holiday Bureau, wo wir uns meldeten- und die Welt ist klein, dort waren 3 Deutsche. Später redeten wir mit einem und jaaa, er wohnt in Reinbek- Hinschendorf... ich glaubs ja nicht. Wir sagten Hamburg, er ne oder- doch, ich wohne außerhalb Hamburgs- ich sagte, ich auch, in Reinbek- er starrt mich an- Nicht wirklich oder? Wo denn....
*lach* Ja wen treffe ich mitten in Tokyo, nen Kerl, der 2 Busstationen von mir entfernt wohnt. Jobs sind dort eher mager, aber macht nichts, haben noch einige Adressen und eins in Nagano Prefecture wäre was- Horse Caring... zumindest für den Anfang. Nahe bei Osaka, wenn wir nichts finden melden wir uns dafür. Sind sehr nett dort und eine kann Deutsch und alle staunten darüber, dass ich unsere Adresse in Kanji schrieb ;).

Frischen Mutes machten wir n
och nen Ausflug nach Harajuku und kauften bisschen ein- Socken, 2 Kravatten von Black Peace Now, die neue Kera und endlich die Shock Ex von der Taste auf Chaos wanderten in meinen Besitz. ;) Ein bisschen saßen wir in der Lotteria auf der Terrasse und beobachteten die Leute um uns herum und um 18h fuhren wir heim. Lernten einen neuen Nachbarn, Matthew aus Kanada kennen, sehr nett und erfuhren wo die Supermärkte sind und dass sein Nachbar nebenan bei McDo arbeitet, wollen uns da auch melden. Mal sehen was so passiert mit uns.

Morgen fahren wir zum Ota-ku Ward und können dann hoffentlich endlich ein Handy kaufen....
Die Bilder zeigen mein Zimmer und Umgebung, bzw. nächtlicher Blick aus dem Fenster und eine Kravtte von Black Peace Now mit nem genialen Outfit.

Dienstag, 9. September 2008

D'espairs Ray 9th Anniversary Konzert, Tag 2


Und der 2. Streich folgt sogleich....

Um 10h morgens weckte mich mein Wecker und brav stand ich auf, ging duschen und checkte Mails während ich auf Denise wartete, die ich um 11h weckte. Wir gingen einkaufen, ich bekam Geld im Postamt gegenüber und frühstückten. Dann wollten wir zum 100 Yen Shop und ich telefonieren weil ich nen Zettel bekommen habe, dass was zugestellt wurde und ich nicht da war. Dabei entdeckten wir das kleine Mall nebenan, na ja 15m sind es wohl, wo alles Nötige drin ist, kleiner Musikladen, Zeitungsladen und ein Friseur. (und noch mehr) Aber heute war noch nichts mit Friseur, wegen Konzert.

Wir machten uns fertig und fuhren nach Shibuya. Da ich nicht wusste wo das Shibuya AX ist, dachte ich gehen wir zum O-East/West, da dachte ich ist das und ne Koban Police Station, die aber unbesetzt war als wir da waren. Gingen wir also in den Family Mart und fragten da. Der gute Shoji, den wir hatten war wieder so lieb, er holte Karten hervor, suchte danach, fand es nicht, rief überall an und erfuhr schließlich wo es war. Dankbar verabschiedeten wir uns und nahmen dekadent ein Taxi zur NHK Hall, dort sollte das AX sein und es stimmte. Leider war Merchandise schon geplündert, so dass wir keinen Fächer und kein 9th Shirt bekamen, aber andere hübsche Sachen, die in ein Schließfach kamen. Ich wollte anrufen wegen Paket, aber war niemand da, Denise auf Toilette im Parkhaus, wo ich sie suchte und wir uns glorreich verpassten, aber beide auf Klo konnten. Hungrig fielen wir in Starbucks Coffee ein und kehrten dann zur Halle zurück. Beide noch immer voll im Jetlag.

Dank unserer tollen Karten bekamen wir nen Platz in der ersten Reihe vor Hizumi, die letzten freien Plätze und warteten.... Pünktlich um 19h begannen sie und es war wundervoll Despa wieder live zu erleben, ein Traum. Sie spielten alte, wie auch neue Songs, auch ein wunderbares Medley ihrer Singles von Kumo-Squall, Stimmung war bombastisch bei uns. Nur Hizumi tat mir leid, denn Denise und ich sahen ihn kaum an, alle um uns herum blickten bewundernd zu ihm, nur wir nicht, was ihm nicht zu gefallen schien. Denise beobachtete Tsukasa und seine Drums und ich Zero und seinen Bass (und ab und an Karyu und Tsukasa, gut ab und an auch sexy Hizumi). Sie spielten 2 Encore, das erste noch normal wie üblich und der gute Tsukasa schoß mich mal wieder mit dem Deckel seiner Flasche ab. *lach* Irgendwie süß.

Dann kam die geilste Zugabe, Karyu saß an den Drums, Zero an der Gitarre, Hizumi spielte Bass und Tsukasa sang, ziemlich gut sogar, auch wenn man natürlich merkte, dass das nicht sein Metier ist. Dem Armen hat man seine Nervösität regelrecht angesehen, aber war echt gut, leiser als Hizumi, bisschen langsamer und die hohen Töne traf er nicht rein, aber was solls. Hoffe gibt ne DVD von dem Konzert. Der Fotograf fand Denise und mich auch toll wohl, jedenfalls hat er uns ständig geknipst- will die Fotos haben....
Dann kam der Teil, wo man sich hinhockt und Tsukasa dieser Idiot zieht das irre in die Länge- gemeiner Kerl, das ist superanstrengend und unbequem gewesen.
Hach ja war schon extrem geil und ich bin sehr froh, dass ich dabei sein konnte mit Denise zusammen. Neue Tour ist im Dezember, will auf alle Fälle 24.12 und 30.12. ich träume lange von einem Weihnachtskonzert von Despa. Am 20.12 sind sie noch in Saitama, wäre zu überlegen, Zeros Geburtsort und auch nah soweit ich weiß.

Leider ging die Zeit viiiiiel zu schnell, dabei waren es fast 3h. Mit einem Bus kamen wir zur Shibuya Station und fuhren heim. Abendbrot und noch Sappeln ehe wir ins Bett fielen.
Morgen ist dann Dir en grey dran.... wir sind schon verrückt, 3 Konzerte kaum das wir da sind... aber freue mich auf Diru, sind auch im AX ;).

Jetlag, Hitze...der erste Tag

Wie versprochen Tag 1, bzw. die Anreise. Hier ist es gerade 2h nachts und ich bin nach etwas über einer Stunde hellwach, blöder Jetlag. Na ja denke kann nachher gut einschlafen wieder, hoffe ich mal.

Also Sonntag ging es dann los, ab Hamburg Flughafen, meine Eltern brachten mich und meine Gepäckmassen hin, auf dem Wege sammelten wir noch Denise ein und ebenfalls ihre Gepäckmassen. Gut waren wir da, charmant lächelnd erblickten wir den einzigen Mann am Lufthansa Schalter und zielten auf ihn. Mit Erfolg, denn unser Lächeln ließ ihn nicht merken dass unsere Koffer zu schwer waren. Auch mit unseren *hust* gut 2okg Handgepäck ließ man uns durch und dankbar ergriffen wir den ersten Gepäckwagen, der uns über den Weg lief und luden auf. Dann begann das Warten, wir beide natürlich müde und nervös.
Der Flug nach München war nichts besonderes, ok. wir hatten ein paar Turbolenzen und ne Luftangsttherapiegruppe an Bord, aber nichts weiter.
In München wurde es etwas stressig, wir hatten nur ne knappe Stunde zum Umsteigen und das Ding ist riesig, so dass wir lange brauchten um zu unserem Gate zu kommen, Stopp beim Kiosk und Toilette, da wurden wir schon aufgerufen, aber alles klappte. Wir saßen inmitten eines engen, vollen Lufthansa Flugzeuges. Erschöpft und hungrig. Zunächst spielten wir Mau-Mau, sehr lustig ^^ und gab schlechtes Essen, keinen Monitor für uns selber, nur einen in der Kabine, aber das Bordpersonal war sehr nett- doch nie wieder Lufthansa, wenn es sich vermeiden lässt.

Wir beide konnten nicht schlafen, es klappte einfach nicht und so haben wir die Zeit totgeschlagen mit Mau-Mau, Prinz Kaspian von Narnia, Kung Fu Panda, Versuchen zu Schlafen, Musik hören und lesen. Nun irgendwann landeten wir und strandeten am Narita Airport, der genauso aussieht wie München. Müde und völlig fertig schleppten wir das Handgepäck zur Passkontrolle und Fingerabdruckspeicherung. Ich hatte einen sehr netten Mann da, er sah in meinen Pass und sah die beiden alten Japan Visa, lächelte freundlich und fragte: 日本語を分かりますか und freute sich sehr als ich antwortete. Dann waren wir durch und sammelten unsere Koffer ein und hatten endlich einen Trolly. Zollkontrolle, abermals ein sehr netter junger Mann, er sagt was und irgendwie hab ich automatisch geantwortet auf Japanisch. er- hoo 日本語を分かりますかーich 少しーああここに働きますかーはイー何ーああ分かりません-auf Denise deute,かに彼女は化学に働きますーああ大学ニーいいえ, laboratory.
(auf deutsch- oh Sie verstehen Japanisch- ein bisschen- ahh sie werden hier arbeiten- ja- was denn- weiß ich noch nicht, sie wird in der Chemie arbeiten- ah an der Universität?- nein im Labor.)

Ich war stolz auf mich. Nun wir kamen durch ohne Kontrolle und fanden gleich den Airport Limousine Bus, wo die junge Dame meine englische Frage, ob es Schließfächer in Shinagawa gibt leider nicht verstand, auch nicht nach der 4. Version, nun fuhren wir halt nach Shinjuku. Die Fahrt dauerte etwa 75min und dann standen wir in Shinjuku und mussten zum Sakura House. Ein freundlicher, älterer Japaner- Typ Universitätsprofessor für Kunst, sprach uns an ob wir Hilfe brauchten und zeigte uns den Weg. Wir zogen also gute 45-50kg durch Shinjuku, zum Glück war es noch nicht so heiß und fanden auch ohne Probleme unser Ziel. Dort kam dann erster Schock, konnte kein Geld abheben beim Postamt, nun dachte manchmal spinnt das ja, so wie im Januar als Lisa, Steffi und ich auch nicht konnten, zahl ich mit Kreditkarte. Wir hoch, sehr ungünstige Türen, vor allem wenn man bedenkt wie oft dort Leute mit Gepäck ankommen müssen. Aber wir schafften es und kamen hoch, wo es ewig lang dauerte bis alles erledigt war- tausend Verbote und Vorschriften *nerv*. Dann wollte ich mit Kreditkarte zahlen und ging auch nicht- ich wurde langsam panisch.... musste Denise zahlen, zum Glück war ich nicht alleine.

Endlich waren wir entlassen und ich war völlig fertig wegen Geld. Wir zogen also Koffer zurück und suchten JR Shinjuku, was gar nicht so einfach war, aber mit bisschen rumfragen war es erledigt. Doch lauter Treppen. Seufzend begannen wir Stück für Stück alles runterzubringen als ein sehr netter Japaner, älterer Salarymantyp kam und uns half, ein wahrer Engel, der hat unsere ganzen Koffer durch die langen Tunnel, die Treppen etc. getragen, bis in die Bahn. Er ist befreundet mit Siemens Chef in München, und wir haben seine Karte. ^^ Nun dank seiner unermüdlichen Hilfe waren wir endlich in der Yamanote Line und fuhren nach Shinagawa, dort gab es, dem Himmel sei dank Rolltreppen und Fahrstuhl und wir konnten entspannt umsteigen. 10min später waren wir in Omori und versuchten einen Taxifahrer zu fragen ob er uns zum Haus fährt, ich hab ihn nur nicht verstanden, aber Rettung nahte erneut, ein junger Mann, Typ Inder kam und fragte ob er uns helfen kann, redete mit dem Taxifahrer und erfuhr, dass es ganz nah ist- also schnappte er sich unsere beiden großen Koffer und brachte uns her, nebenbei bekamen wir Name, mail und Telefon, falls wir Hilfe brauchen.

Dann endlich waren wir hier und nächster Schock kam, es sieht ganz anders aus, als auf den Fotos, Zimmer sind sehr ramponiert und alles. Ich war mit den Nerven am Ende und wollte am liebsten nach Hause- wie man sich eben fühlt nach keinem Schlaf, langer Reise, Hitze, Schweiß, Hunger, Durst und Panik wegen Geld. Hatten beiden herrlichste Jetlagerscheinungen. Aber wir geben ja nicht auf, mit den mitgebrachten Postern und Bannern sieht das Zimmer schon viel besser aus, Winterwolldecke als Teppich auf dem Boden, alles einräumen, zum 100 Yen Shop und einkaufen sowie Essen und Trinken.
Abends gingen wir spazieren, fanden besagten 100Yen Shop na und sahen bisschen von der Gegend an. Die Lage ist echt klasse, direkt neben dem Bahnhof, Geschäfte, Convis- wir wohnen über ner Drogerie, nebenan kleines Mall mit großen 100Yen Shop wie wir heute entdeckten. Echt toll. Nun zwangen uns bis 22h durchzuhalten, ich rief meinen Vater an, dass er mit meiner Bank telefoniert, war wohl was mit der Registrierung schief gelaufen, vermutlich aus Versehen gesperrt. Internet geht, wenn auch lahm und erste Nacht war ok- ist draußen schön kühl dann, so dass Fenster auf reicht und man keine Klimaanlage braucht.

Sooo das war der erste Tag und die Reise.... Fotos folgen.

Bin gelandet

und erste Nacht überlebt. Es ist warm hier, aber gestern ging es noch, angenehmer als letztes Jahr in Kyoto. Nachts kann man das Fenster aufmachen, das reicht bis es hell wird, erst dann brauch man Klimaanlage.

Schreibe demnächst was über die Reise. Aber erstmal an alle Grüße.

Samstag, 6. September 2008

Grausigste Übersetzung- Chronicles of Prydain

Les mal wieder die Chronicles of Prydain von Lloyd Alexander und muss mal wieder sagen, ich hatte vergessen wie grottig die Übersetzung ist, vor allem die ersten Bände von Otfried Preußler übersetzt. Man könnte ja noch sagen ooookay, dass er Melyngar, die weiße Stute von Fürst Gwydion zu einem er gemacht hat, obwohl da deutlich steht- the white mare, aber guuut. (und in Band 2 ist sie dann plötzlich ne Stute- Geschlechtsumwandlung oder was?)

Viel schlimmer ist diese Szene am Ende von Band 2 'Bl
ack Cauldron' Im Original steht:
'King Morgant served the Sons of Don long and well', he went on.'Until the thirst of power parched his throat, he was a fearless and noble lord. In battle he saved my life more than once. These things are part of him and cannot be put side or forgotten. And so I shall honor Morgant' Gwydion said, ' for what he used to be and Ellidyr Prince of Pen Llarcau for what he became.'

und Herr Preußler macht daraus:


' Bevor ihn der Hunger nach Macht überkam, hat Morgant den Söhnen des Hauses Don viele Jahre lang gedient. Mehr als einmal hat er mir in der Schlacht das Leben gerettet. Das darf ich ihm nicht vergessen: trotz allem womit er uns in den letzten Tagen erschreckt hat! Ich werde ihn dafür ehren, als was er sich in der Todesstun
de erwiesen hat.'

Äääääh ja, das ist total hirnrissig, will er den Verräter ehren dafür dass er ein Verräter ist oder was
? Darüber bin ich ja erst zum Original gekommen, weil der Abschnitt keinen Sinn macht. Morgant ist ein Verräter, der früher gut war, also ehren wir ihn für das was er in der Todesstunde war?????? ehhhhhhhhh ja.... ich nahm also das Original und las diese Stelle sofort und stutze, ahh da fehlt ne ganze Menge, alles über Ellidyr, und so macht das auch Sinn, Morgant wird geehrt für das was er war zu Lebzeiten und nicht am Ende, und Ellidyr für das was er wurde, was er in seiner Todesstunde war.

Abgesehen davon übersetzt Preußler schrecklich kindlich, uuuuh Morgant hat uns erschreckt. Ja wat den nu, ist das ein Kinderstreich gewesen?
NEIN, die sind im Krieg, ja und der gute Morgant wollte alle verraten und umbringen, das nennt man also erschrecken, schooooon klar. Ja es ist ja ein Jungenstreich den schwarzen Kessel zu nehmen um lebende Tote daraus brauen zu wollen....

Allein die alten Titelübersetzungen sind haarsträubend.

Band 1- Book of three = Taran und das Zauberschwein
Band 2- Black cauldron = Taran und der Zauberkessel ( na noch am dichtesten dran)

Band 3- Castle of Llyr= Taran und die Zauberkatze

Band 4- Taran Wanderer= Taran und der Zauberspiegel

Band 5- High King = Taran und das Zauberschwert


2003 gabs ja Neuauflage, wo sie die Titel erneuerten zu Das Buch der Drei, D
er schwarze Kessel, Die Prinzessin von Llyr, Der Spiegel von Llunet und Der Fürst des Todes. Immerhin schon besser und noch erträglich, abgesehen vom Letzten. Der High King bezieht sich nämlich absolut nicht auf Arawn dem König von Annuvin, sonder auf jemand Anderem. Idioten. Hatte damals ja gehofft, sie haben neu übersetzt, aber nichts da.

Nun dennoch empfehle ich jedem diese Bücher zu lesen, und zwar auf Englisch, denn da entfaltet sich erst der wahre Charme der Bücher, der dank der haarsträubenden Übersetzung uns verborgen bleibt. Hoffe wird irgendwann anständig verfilmt, denn der Disney Film 'Black Cauldron' macht der deutschen Übersetzung jede Menge Konkurrenz im Verhunzen.

Montag, 1. September 2008

September- Review Deutschland


Ja nun ist er da, der September, ein ganz komisches Gefühl. Die 7 Monate in Deutschland sind jetzt fast vorbei, am Sonntag um genau zu sein, wenn ich losfliege. Irgendwie ist die Zeit gerast wie nichts und ich kann es kaum glauben, dass es jetzt soweit ist.

Vieles wollte ich in den Monaten schaffen, aber es wollte nicht so klappen, nun sooo tragisch nicht, dafür bin ich jetzt wieder gesund, was sehr viel wichtiger ist. Momentan bin ich ziemlich nervös, wie wird es diesmal sein in Japan, wird es besser, anders.... was für Jobs werden wir bekommen, bekommen wir überhaupt einen etc. Ich bin sehr froh, dass ich das nicht alleine mache, sondern mit Denise, dann ist alles einfacher. Bin
schon sehr gespannt auf unser Märchenzimmer *grins* im Kirschblütenhaus, im großen Wald *lach*.
Die Hitze in Tokyo wird uns garantiert erstmal wieder umhauen und ich werde meine Klimaanlage lieben, aber zum Glück ist ja bereits September, so dass es bald kühler wird. Dieses Jahr ist es auch kühler als letztes Jahr, zumindest laut den Temperaturen im Netz, ob das viel ausmacht werden wir ja nächste Woche sehen.

Heute habe ich das erste Paket fertig gepackt, nachher nähe ich noch den ersten Teil fertig und dann hab ich bald alles erledigt. Ein ganz komisches Gefühl, ein Teil von mir möchte gerne hier bleiben, an die Uni gehen, jobben und alles, aber denke es ist gut und richtig, dass ich es jetzt m
ache und wohl jeder hat Angst vor dem Ungewissen. ;)

Aber ich werde Deutschland vermissen, einiges ist ja doch einfacher hier und sei es nur in der Möglichkeit Kleidung zu kaufen *lach*, doch ich liebe Japan und freue mich auch darauf dort wieder zu sein, auf das Essen, die Konzerte, die Menschen.... bin echt gespannt wie es diesmal wird, so losgelöst ohne Studium und so.
Am meisten werde ich natürlich meine Freunde hier vermissen,
die mir jetzt noch stärker ans Herz gewachsen sind- also die, die noch da sind. Es hat sich ja vieles verändert durch meine 5 Monate in Kyoto.
Bei meiner Rückkehr nach Deutschland hatte ich gewisse Hoffnungen, die sich bislang nicht erfüllt haben, was traurig ist, vieles kam noch dazu, aber ich muss sagen, ich merke selber sehr stark, dass mich alles verändert hat- wieder einmal. So seltsam.

Es war eine aufwühlende Zeit, diese 7 Monate zurück, viel Schönes ist passiert und auch Negatives, ich bin immer noch ein bisschen durcheinander. Ja, ich mag Deutschland durchaus, das merke ich diesmal sehr stark. Letztes Jahr um diese Zeit war es nicht ganz so, natürlich meine Freunde, aber nicht so Deutschland. Doch nun, w
o ich es abermals verlasse merke ich doch dass mir einiges sehr am Herzen liegt hier. Die offene Art der Menschen um mich herum, das laute Lachen, dass hier einiges sehr viel einfacher in der Organisation ist. Meine Lieblingsspeisen *lach*, dass ich hier alles verstehe und mich nicht immer wieder wie ein Analphabet fühle ;). Meine Familie, die mir seit meiner Rückkehr wieder mehr ans Herz gewachsen ist als zuvor, meine neuen und alten Freunde, die ich sehr liebe. Das gute alte Hamburg und der raue Wind vom Meer, die Wälder und Seen- ja Deutschland ist schön.

Doch auch die negativen Seiten fallen mehr auf, der Dreck in den Zügen, die betrunkenen Menschen in der Bahn, wenn man spät unterwegs ist, die Männer, die einen immer angraben müssen. Die immer stärker hervortretende Oberflächlichkeit der Menschen.

Nun ich bin gespannt wie Japan sein wird wenn ich zurück gekehrt bin, ob es anders ist vom Gefühl her oder sich nichts verändert hat. Ich muss gestehen, zur Zeit verzehre ich mich vor Sehnsucht nach Kyoto, was ich nie gedacht hätte, aber ich liebe diese
Stadt wie mir in den letzten Monaten bewusst wurde, genauso wie Osaka. Nach Tokyo gehen wir nur wegen ein paar Gründen aber vielleicht schafft es Tokyo ja diesmal mein Herz zu stehlen und wir müssen ja nicht immer dort sein, dass haben Denise und ich schon gesagt, wir gucken mal wie Tokyo ist, ob sich unsere Erwartungen erfüllen oder es so bleibt wie es war letztes Mal, und können ja jederzeit nach Kansai, in Kyoto wohnen und in Osaka arbeiten zB. Denise hat nämlich genauso Heimweh nach Kyoto wie ich. ^^ Doch geben wir Tokyo eine weitere Chance uns zu überzeugen. *grins*

Ja ist schon seltsam jetzt hier zu sitzen und die letzte Woche ist angebrochen, wird ja hoffentlich so sein, dass wir dort bleiben können für das Jahr. Vor allem Weihnachten wird ja wieder anders sein, irgendwie macht mich das bisschen traurig, letztes Jahr war ich ja auch nicht hier. Aber diesmal sind wir ja zu zweit und keine nervende Kommilitonin, die einem alles verderben kann ist da. ^^