Mittwoch, 20. Februar 2013

Enjoy the end oder 'The Micro Heads 4n's in Hamburg


Da ich heute etwas denkfaul bin, gibt es diesen Eintrag wieder einmal auf Deutsch. ^^ Gestern war es mal endlich wieder soweit und ein Konzert lag an. Vor bald 2 Jahren kündigte meine Lieblingsband D'espairs Ray an, dass sie sich wegen der Stimmprobleme von Hizumi (vocal) trennen mussten. Der Bassist Zero und der Drummer Tsukasa wurden daraufhin Mitglieder der Band 'The Micro Head 4n's'- der Bandname ist typisch für viele japanische Bands, ich nehme an, weil es dort soviele neue Bands gibt, dass nicht mehr soviel Auswahl an guten Bandnamen existiert. Es dauerte aber ne Weile bis man etwas von dieser Band hörte. Durch die Gema Kontrolle von Youtube konnte man dann schlussendlich auch die hochgeladenen PVs nicht ansehen. Sprich hatte keine Ahnung was die Band für eine Musik macht und hatte mich auch nicht wirklich über die anderen Mitglieder informiert. 

Im November gab es dann die Mitteilung, dass die Band nach Deutschland kommt, sogar nach Hamburg. Für mich war klar, hey du hast keine Ahnung wie die sind, aber da musst du hin, es spielen Zero und Tsukasa. *lach* Ich denke, wenn es kein Konzert in Hamburg gegeben hätte, wäre ich wohl zu keinem Konzert gegangen, da ja Fahrt- und Hotelkosten das Konzert sehr teuer gemacht hätten. Aber da die Kartenpreise eh für eine japanische Band sehr niedrig waren und es in Hamburg war, dachte ich hey, da gehst du hin. Tickets wurden also gekauft und eine Freundin wollte mich für das Konzert in Hamburg besuchen. Na gestern war es dann soweit, am morgen ahnte ich noch nicht was das für ein schicksalshafter Tag werden sollte. Es dämmerte mir nicht einmal, als wir Denise bei McDo trafen, natürlich hübsch zurecht gemacht, und ich, als ich mich mit meinem Tablett von dem Tresen wegdrehte in das Gesicht einer Freundin sah, die ich zwei Jahre nicht mehr gesehen hatte. Das gab erstmal ein großes Hallo und Gekuschele. es war sehr lustig, als wir dann zusammensaßen und sie fragte wer denn singt und wir gestehen mussten, keine Ahnung....das war dann doch schon sehr wie damals in 2005 bei der Coupling Tour von Kagerou x D'espairs Ray, wo ich auch blind nach München gefahren bin.
Später trafen wir dann Mareike und Constanze an der Minihalle- das Logo ist wirklich eine kleine Schuhschachtel. Merkwürdigerweise mussten wir die Taschen abgeben- ich vermute mal ne Methode um noch etwas Geld reinzukriegen, da die Halle nur halb gefüllt war. Na im Endeffekt war das auch gar nicht schlecht die Hände frei zu haben und auf nichts aufpassen zu müssen. Wir hatten uns einen netten Platz neben dem Merchandisestand gewählt. Vor der Bühne war es voll und das Logo ist sehr klein und niedrig, dass man da weiter hinten eh nichts sieht, also stellten wir uns auf die Treppe am anderen Ende. 

Es war irgendwie surreal, ich hatte die letzten Tage schon immer das Gefühl wie als ob ich auf ein D'espairs Ray Konzert gehen würde. Dann fing es an. Mit lautem Gekreische wurden Zero und Tsukasa begrüßt. Leider geht es wohl nicht ohne die Kreischis, aber es waren zum Glück nur wenige und so konnte man damit leben. Zu Anfang gab es dann noch die Mitteilung, dass es ein Signing geben würde mit dem Official Merchandise. Das war eine tolle Überraschung. Es war alles wie in so einem Rausch, das gesamte Konzert. Man kann es kaum in Worte fassen, die microheads sind musikalisch echt geil drauf. Mich haben sie an 'The Underneath' erinnert und auch an die frühen Jahren von D'espairs Ray- also absolut mein Ding. Ricky, der Sänger hatte auch eine sehr kraftvolle Stimme- ich war begeistert. Man konnte richtig geil abrocken. Aber es war nicht nur das, die Band ist absolut süß von der Art her. Sie hatten da jeder so bisschen was eingeübt, was sie sagen wollte. Gerade Ricky war da supersüß beim Englisch, er stammelte da verzweifelt rum und befragte schließlich sein Handy, also den Google Übersetzer, was etwas erschwert wurde durch den schlechten Empfang im Logo. Er schaute da rein, als ob er sagen würde, kann mir das mal jemand schnell ins Ohr sagen? Es war einfach nur goldig, da wollte man ihn einfach nur knuffeln. Aber auch die anderen waren supersüß, wie sie dann heimlich in Notizen schauten ^^. Natürlich haben sie nicht alles auf Englisch oder Deutsch gesagt, einiges ging dann auch nur auf Japanisch- ich habs verstanden ;). Beim Encore hat Tsukasa dann auch gesungen, eine Enka-Einlage, dass er sehr gut singen kann wusste ich schon seit dem 9th Anniversary Concert in Tokyo. War klasse. Mittlerweile hatten wir uns auch nach vorne gewagt und das Encore war ein Bad in der Menge. Es war einfach fantastisch.


Dann war es leider vorbei, aber man hatte ja noch das Signing. Es dauerte ein bisschen bis es losging, aber es war toll. Ich habe ein Foto-Set signieren lassen und da Denise spontan beschlossen hatte auch zu bleiben, hat sie dann meine CD signieren lassen, da sie nichts holen wollte. Eigentlich sollten sie auf der CD unterschreiben, aber kazuya, einer der Gitarristen, schrieb auf das Booklet und der Rest der Band dann natürlich auch. Es war wundervoll. Es war wirklich wie ein Rausch, es war wirklich ein traumhafter Abend. Ich denke auch, weil wir alle 5 keinerlei Erwartungen hatten, sondern einfach so hingegangen sind und uns haben überraschen lassen. Für mich war es ein Meilenstein und ein schicksalshafter Tag, ein Tag, welcher das Leben maßgeblich beeinflusst. Hätte ich gewusst wie geil sie sind, hätte ich auch Berlin oder Köln als zweites Konzert geplant, aber so bleibt es jetzt erstmal bei Hamburg und der Hoffnung auf eine weitere Tour.


Später saßen wir dann noch bei McDo und laberten. Später alberten und redeten Christiane, mein Besuch, bei mir noch stundenlang rum, wir waren in einer absoluten Hochstimmung, da konnte man einfach noch nicht schlafen..... Ich fühle mich wie neugeboren, mir ging es die letzten 2-2,5 Jahre körperlich sehr schlecht, ich hatte echt Sorge, ob ich das Konzert überhaupt durchhalte, aber es war absolut kein Problem, ich war plötzlich fit und konnte tanzen, springen, headbangen ohne dass ich Probleme hatte. Auch hier zuhause ist es noch so. Man kann plötzlich die Welt umarmen und möchte, singen, lachen und träumen und nicht zu vergessen an sich weiterarbeiten um gewisse Ziele (meine Freunde wissen sicher was ich meine) zu erreichen. Ich habe heute Nachmittag wegen des Konzerts Lebensgewohnheit komplett über Bord geworfen, ich fühle mich frei wie ein Vogel am Sommerhimmel und das ist allein durch diese Band so geworden. Insofern ist dies wirklich 'A beginning from the end' .

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